Das Gesicht der Erde - Natur und Mensch

Mein größtes Projekt als Autor ist eine Trilogie, deren ersten beiden Bände "Das Gesicht Deutschlands" und "Das Gesicht Europas" bereits erschienen sind. Während beim Gesicht Deutschland die Landschaftsgeschichte und beim Gesicht Europas die heutigen Landschaften und Lebensräume im Vordergrund stehen, soll Das Gesicht der Erde eine Synthese aus Erdgeschichte, Menschheitsgeschichte und dem heutigen Zustand der Erde sein. Einerseits möchte ich wie in Cuvier und die Katastrophen – von Krisen und Chancen aufzeigen, dass die Erd- und Menschheitsgeschichte eine Geschichte von Katastrophen ist, andererseits möchte ich auch Hoffnung machen, indem ich auf positive Ansätze und Initiativen hinweise.

Im ersten Teil möchte ich die heutige Gestalt der Erde beschreiben, die Verteilung von Land und Meer, die Zonierung von Ökosystemen und Klima. Es geht aber auch darum, wie sich das Gesicht der Erde im Lauf der Zeiten veränderte, welche Lebewesen in welchen Epochen auftauchten und wie schließlich wir Menschen derart dominierten, dass die heutige geologische Epoche als Anthropozän bezeichnet wird. Im zweiten, zentralen Teil des Buchs möchte ich die Beziehungen zwischen Natur und Mensch anhand von Beispielen aus aller Welt beleuchten. Im dritten Teil möchte ich aufzeigen, was der Mensch zum Schutz der Natur unternimmt und ob das ausreicht, um den fatalen Entwicklungen des Artensterbens und des Klimawandels wirksam zu begegnen.

Zur Vorbereitung des Buchs wollte ich gleich zu Beginn meines Ruhestands im August 2020 etwa 9 Monate lang durch vier Kontinente (Europa-Asien-Australien/Neuseeland-Afrika) reisen, um vielerorts zu erleben, wie der Mensch mit der Natur umgeht. Dabei wollte ich im ersten Teil der Reise auf dem Landweg über Russland, die Mongolei, China, Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Malaysia nach Indonesien und Singapur kommen, erst dann wäre ich erstmals geflogen – von Singapur nach Darwin (Australien).

Wie der geplante Zeitpunkt meiner großen Reise schon ahnen lässt, ist alles anders gekommen: Nachdem durch das Corona-Virus bereits die Präsentation meines im Frühjahr 2020 erschienenen Buchs Das Gesicht Europas kaum mehr stattfand, waren meine Reisepläne völlig obsolet geworden. Mein neuer Plan: Start im Mai 2021. Auch daraus wurde wegen der dritten Corona-Welle nichts. Mir wurde klar, dass ich meine geplante Reise wohl nicht am Stück machen kann, da manche Länder wie z. B. Russland und China auf absehbare Zeit keine Touristen reinlassen würden. Mit Afrika sah es besser aus, so dass ich mich entschloss, den Afrikateil meiner Reise, der eigentlich am Schluss stehen sollte, vorzuziehen. Über den Verlauf und die Erlebnisse dieser Reise ist habe ich der WBG-Community in einem Reiseblog fast wöchentlich berichtet.